Serena Alma Ferrario wurde 1986 in Crema bei Mailand geboren. Von 2010 bis 2017 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Wolfgang Ellenrieder, Hartmut Neumann, Ciprian Muresan und Isa Melsheimer. 2016 erhielt sie ihr Diplom mit Auszeichnung und 2017 wurde sie zur Meisterschülerin ernannt. Ferrario war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wurde 2017 mit einem der drei Meisterschülerpreise der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und dem Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl ausgezeichnet.

2018 erhielt Serena Ferrario das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium und war nominiert für den Columbus Förderpreis für aktuelle Kunst.

Serena Ferrario ist eine präzise zeichnerische Beobachterin ihrer Umgebung. Aus ersten Skizzen entwickelt sie Serien, die in der Folge oftmals zu einem Bezugsgeflecht versponnen werden. Gestalten und Figuren tauchen auf und wandern von einer Zeichnung in die andere. Ferrario verzichtet dabei fast ausschließlich auf Farbe als gestalterisches Mittel. Stattdessen beschränkt sie sich bewusst auf Schwarz und Weiß und die dazwischen liegenden Grauwerte. Zeichnerische Dimensionen des Strichs werden genauso sensibel untersucht wie die Wirkung der dabei entstehenden Figuren und Szenerien. Die Zeichnung verlässt dabei oftmals ihren tradierten Rahmen und breitet sich in den Raum aus, nimmt ihn ein und wird zur installativen Arbeit, in die, wie selbstverständlich, Siebdrucke, Fotokopien oder tiefgezogene Kunststoffelemente integriert werden.

Gleichbedeutend mit dem zeichnerisch, installativen Werk entstehen seit einiger Zeit filmische Arbeiten. Ausgehend von selbstgefilmten und gefundenem Material, Zeitungsschnipseln, aber auch eigenen Zeichnungen entwickeln sich diese Filme zu surreal anmutenden Geschichten, in denen alles möglich scheint.

Seit etwa drei Jahren steht Ferrarios eigene Migrations- und Familiengeschichte immer wieder im inhaltlichen Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Der durch die Interkulturalität in der Familie (rumänische Mutter und italienischer Vater) entstandene innere Konflikt bezogen auf die Herkunftszugehörigkeit wird von Serena Ferrario innerhalb ihrer künstlerischen Arbeit verhandelt. Sie sieht sich selbst als Third Culture Adult Kid, das diese selbsterfundene dritte Kultur in der freien Kunst zu definieren versucht und sich darin frei und aufgehoben fühlt.

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Kontakt: serenaferrario@gmx.de
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VITA

2018 Lebt und arbeitet in Deutschland, Italien und Rumänien
2016–2017 Meisterschülerin bei Prof. Wolfgang Ellenrieder, Isa Melsheimer und Nadine Fecht
2016 Diplom mit Auszeichnung, HBK Braunschweig
2010–2016 Studium der freien Künste an der Hbk Braunschweig bei Wolfgang Ellenrieder, Ciprian Muresan und Hartmut Neumann
2014–2015 University of Art and Design in Cluj-Napoca/Rumänien
2007–2010 Designschule München, Abschluss als staatlich geprüfte Kommunikationsdesignerin
2006–2007 International Munich Art Lab-Projekt zur ästhetischen Jugendarbeit

PREISE UND STIPENDIEN

2018 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
2017 Meisterschülerstipendium Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Max Ernst Stipendium der Stadt Brühl
2016 BraWo Tower, Kunst Preis, Video: Beautiful Banality
2014 BraWo Tower, Kunst Preis, Video/Animation: Incontro
2013 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes (bis 2017)

EINZELAUSSTELLUNGEN

2018 365 YEARS LATER
Städtische Galerie, Wolfsburg
2017 TO REMEMBER AND FORGET, Max Ernst Museum, Brühl
2016 FELICITÁ - ES WIRD NIE WIEDER SO SEIN WIE ES NOCH NIE WAR
Diplomausstellung, Hbk Braunschweig
2015 WIR HABENS GESCHAFFT
Kunstschaufenster, Wolfsburg
2014 ICH ERINNER MICH WIR WAREN ALLE VERDAMMT COOL
Allgemeiner Konsumverein, Braunschweig
2012 LA VITA TRAGICA E LUSTIG
Kunstkreis Brunshausen, Bad Gandersheim

GRUPPENAUSSTELLUNGEN UND PARTIZIPATIONEN

2018 OPEN HOUSE
Alte Münze, Berlin
MY PRIVATE PARADISE
Kunstverein Pfaffenhofen, München-Pfaffenhofen
EXPEDITION IV
Salve Berlin, Berlin
MAPPING THE GAP – GAPPING THE MAP
Expertengespräch-Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen, Staatstheater, Braunschweig
2017 THIS MUST BE THE PLACE
ad/ad Projectspace, Hannover
UPCOMING EMPIRES
Städtische Galerie Wolfsburg
IN TIMES LIKE THESE
Lage Egal-Raum für aktuelle Kunst, Berlin
DREI FILME ÜBER DREI VÄTER
Galerie Genscher, Hamburg
ANWESEND
Museum Folkwang, Essen
REAKTIONSWERK 01
BookRealease/Transmute Publishing, Galerie Schrippinski, Berlin
2016 PIANO PIANO
Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
DOESN`T MEAN THAT MUCH TO ME TO MEAN THAT MUCH TO YOU
Kunstarkaden, München
SCREENING AND PERFORMANCE
im Rahmen der Ausstellung von Rita McBrideKestnergesellschaft, Hannover
2015 VERMUTUNGEN
Kulturanker, JVA, Magdeburg
ARCHIVITIONISM with Dan Mihaltianu
Galeria Plan B, Cluj-Napoca
DON`T FOLLOW WAGABUNDA
Reactor, Cluj-Napoca/Rumänien
2014 SPIELPLATZEN
HBK-Rundgang, Braunschweig
2013 CITY OF DREAMS
Hallenbad, Wolfsburg
MEMORIA CYCLE
im Rahmen der Ausstellung von Hans Op De Beeck-Kunstvereins, Hannover
DIE LUSCHN VARIANTE
48 Stunden Neukölln, Berlin
WIR HABEN HIER EINE KLEINEN SCHADEN
Schnittraum, Braunschweig
RE-PRODUKTION
Herzog Anton-Ulrich Museum, Braunschweig
2012 WORKSHOP-LEITUNG MIT EIGENER WERKPRÄSENTATION
Sommerakademie, Künstlerhaus Meinersen
MUSTERBAU
Timmerfabriek, Vlissingen/Holland
LÖSEMITTEL-BINDEMITTEL
Galerie vom Zufall und vom Glück, Hannover
2009 STROKE ART FAIR
Galerie Autonomica, München